Mittwoch, Februar 04, 2015

Australienrundreise 2011 Teil 01 - Perth und Umgebung


Die erste Station auf meiner Rundreise quer durch Australien war Perth ganz im Westen Australiens.

Nach einem Zwischenstopp in Singapur landete ich weitere 7 Stunden Flug später in Perth, Western Australia, wo meine Rundreise beginnen sollte. Zuvor galt es allerdings erstmal die Kontrollen zu überwinden. Das stellte sich als garnicht so einfach heraus, wie man meinen sollte. Zu unser aller Unglück landete nämlich genau an diesem Abend die Queen (Ja! DIE Queen) ebenfalls in Perth. Dementsprechend waren natürlich die Sicherheitskontrollen hochgeschraubt worden, was zu langen Warteschlangen am Ausgang führte.

Irgendwann durften wir dann aber doch den Flughafen verlassen und das Hotel aufsuchen. Ein sanfter 30 °C warmer Wind wehte uns zu nächtlicher Stunde ins Gesicht und ich hatte sofort ein äußerst heimeliges Gefühl. Ich war angekommen. In einem Land, und das wurde mir in dem Moment eigentlich erst richtig klar, von dem ich viel zu wenig wusste und das sich trotzdem irgendwie vertraut anfühlte...

Meine allererste "Amtshandlung" in Perth war dann tags darauf der Kauf eines Hutes. Ich wollte schon immer so einen "Corcodile Dundee"-Hut und ich liebe ihn bis heute :-)

Von der Reisegruppe wurde ich dafür zwar anfangs belächelt, aber am ende der Reise hatte fast jeder einen Hut ^^ (interessanterweise wurden sie von Ort zu Ort teurer).

Die Rundreise begann dann offiziell mit der obligatorischen Stadtrundfahrt.
Perth ist die Hauptstadt von Western Australia. Und Western Australia wiederum ist der flächenmäßig größte australische Bundesstaat (etwa siebenmal größer als Deutschland), allerdings leben dort nur ca. 2 Mio. Menschen, 1,5 Mio. davon in Perth. Damit ist Perth die viertgrößte Stadt in Down Under.

Da ich wirklich nicht so der Städtetyp bin kann über die Stadt ansich leider wenig sagen. Perth ist groß und doch empfand ich es eher als "gemütlich", so arg stressig schien es mir da nicht zu sein, aber ich kann mich auch täuschen.

Die Tour führte uns aber auch zum "Kings Park". Mit der Natur dort konnte ich wesentlich mehr anfangen.

Auf einem Hügel gelegen hat man von dort aus einen fantastischen Blick auf Perth und den Swan River (übrigens: Auf dem Bild ganz oben sieht man sehr schön den Ausblick vom Kings Park auf die Stadt. Die große Wasserfläche ist nicht das Meer, sondern der Swan River). Der Park ist größtenteils naturbelassen und zeigt so sehr schön die heimische Flora. Besonders im Frühjahr (entspricht unseren Herbstmonaten) wenn die Eukalyptusbäume blühen kann man hier die große Farbenpracht bewundern. Da ich Mitte Oktober geflogen bin hatte ich das Glück die Eukalyptusblüten noch zu sehen und war total fasziniert.







Als kleines Highlight, und eigentlich nicht Bestandteil der Stadtrundfahrt, hat uns unser Guide noch zum Friedhof von Perth gebracht.

Wer sich jetzt fragt warum gerade der Friedhof von Perth erwähnenswert ist, hier die

Erklärung:
Dort gibt es wilde Kängurus!

Die Kängurus kommen dorthin, um zu fressen, denn der Friedhofsrasen wird schließlich immer bewässert und ist dadurch schön grün und saftig. So hatten wir hautnah unsere erste Begegnung mit dem Wappentier Australiens. Allerdings sind die Tiere zwar nicht so scheu aber eben auch nicht zahm, also hieß es Abstand halten. Trotzdem war die Begeisterung groß die Tiere so nahe zu sehen, besonders, wenn aus dem ein oder anderen Beutel auch noch ein Kängurubabyköpfchen schaute. Meine Begeisterung war so groß, das die Fotos mit den Minis leider alle verwackelt sind...

Also, wer nach Perth fliegt und irgendwie die Gelegenheit hat, dem kann ich eigentlich nur empfehlen den Friedhof einmal aufzusuchen. Lohnt sich, denn man weiß nie, ob man die Tiere nochmal so nahe vor die Linse bekommt.





Die Kängurus waren ein genialer Abschluss für diesen großartigen ersten Tag. Viel besser hätte so ein Urlaub garnicht beginnen können.

Am nächsten Tag konnte man dann zwischen einem Tag am Strand/in der Stadt und einem Tagesausflug wählen. Natürlich wurde es der Tagesausflug! Ich fliege schließlich nicht so weit um mich dann am anderen Ende der Welt nur an den Strand zu fletzen. Wo kommen wir denn da hin? Wäre ja noch schöner...

Die Fahrt ging in den Nambung National-Park zu den Pinnacles. Hier ragen aus dem gelben Sand bis zu ca. 5 m hohe Kalksteinsäulen in die Höhe (in Wirklichkeit wirken sie allerdings irgendwie kleiner als auf den Bildern die ich so aus dem Internet kannte). Irgendwann werden diese "Säulen" durch Wanderdünen vermutlich wieder verschluckt, doch bis dahin sind sie wirklich sehenswert.

Es hat schon ein bisschen etwas unwirkliches, wenn man so durch den gelben Sand läuft. In einiger Entfernung sind zwar noch andere Touris, aber das Gebiet ist recht groß, so dass sich das Ganze sehr verteilt und man sich die Steine in Ruhe ansehen kann.





Während ich noch versuchte die ersten Eindrücke zu verarbeite ging es einen Tag später dann auch schon weiter zur nächsten Station der Rundreise, nach Adelaide.

Obwohl ich nur 2 Tage in Western Australia verbracht habe, hat mich dieser Seite Australiens wirklich überrascht. In meiner ursprünglichen Reise hatte ich diesen Teil des Kontinents vollkommen ausgespart, weil ich dachte, es gäbe dort nicht so viel zu sehen. Ein Fehler, den ich zum Glück nicht bereuen musste, da meine ursprüngliche Reise nicht zustande kam. :-)

Western Australia bieten noch einiges mehr, doch an dieser Stelle fehlte dann eindeutig die Zeit. Schade, doch es warteten noch so viele andere Orte darauf erkundet zu werden.

Also ging es wieder zum Flughafen, diesmal ohne Warteschlange, und mit dem Flugzeug weiter nach Adelaide um einen weiteren großartigen Flecken Australiens kennenzulernen.

Randnotiz: Wer sich überlegt auf eigene Faust mit dem PKW oder Camper durch Australien zu touren sollte sich an der"Grenze" zu Western Australia auf einige Kontrollen gefasst machen. Es gibt hier wohl einige Einfuhrbeschränkungen. Außerdem werden die Fahrzeuge, die aus dem Osten kommen auf blinde (Kröten-)Passagiere untersucht. Man möchte nicht, dass die Aga-Kröte eingeschleppt wird, die in fast ganz Australien ein ziemliches Problem darstellt.




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