Donnerstag, Februar 26, 2015

Australienrundreise 2011 Teil 04 - Sydney und die Blue Mountains


Wer an Australien denkt, der denk wohl auch automatisch an Sydney (zumindest geht es mir so).
Viele beginnen ihren Urlaub ja auch in dieser gigantischen Stadt und ich persönlich habe mich auf Sydney von allen Städten, die ich im Laufe dieser Rundreise besuchen durfte, am meisten gefreut. Ich war ganz kribbelig als wir endlich auf dem Flughafen landeten.

Sydney ist die Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales und mit 4,6 Mio. Einwohnern auch die größte Stadt Australiens. Allerdings ist sie nicht die Hauptstadt Australiens, das ist Canberra. Weil sich Sydney und Melbourne nicht einigen konnten, wer von ihnen die bessere Hauptstadt abgeben würde, hat man sich für eine Kompromisslösung entschieden. Keine der beiden Städte wird es, sondern man baut einfach eine neue Stadt. Eine Planhauptstadt. Tja, wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte, oder wie war das?

Nach unserer Ankunft ging es gleich auf Stadtrundfahrt und dieses mal war es für mich kein Pflichtprogramm.
Eine der ersten Stationen war der "Dawes Point Park" von dem man einen perfekten ersten Blick auf das berühmte "Sydney Opera House" hat.
Ich war ganz aus dem Häuschen vor Freude.

Kein anderes Gebäude der Welt gleicht diesem Opernhaus. Mit seinen markanten schalenförmigen Dächern, die wie aufgeblähte Segel wirken, ist es einfach unverwechselbar. Es wurde von dem dänischen Architekten Joern Utzon (1918 - 2008) entworfen.
Das Opernhaus kann natürlich auch besichtigt werden. Wir haben so eine Tour mitgemacht und ich würde sagen: Muss man nicht unbedingt gemacht haben.
So spektakulär das Opernhaus von außen aussieht, so "normal" wirkt es von innen. Uns wurde vor der Tour von unserem Tour-Guide eingeschärft, dass wir keine Fotos machen dürfen, aber ich hätte auch nicht gewusst, was ich hätte fotografieren sollen. Vermutlich ist es etwas anderes, wenn man sich dort eine der Aufführungen ansieht, das soll dann doch wieder sehr schön sein habe ich gehört, konnte es aber nicht ausprobieren.


Ein weiteres Highlight für mich war die fast ebenso berühmte "Harbour Bridge" (ja, da kam dann im Urlaub doch mal der Ingenieur in mir durch...). Die einbogige "Harbour Bridge" wird auch Kleiderbügel genannt und verbindet seit 1932 die City auf der Hafensüdseite mit dem Wohnviertel im Norden.
Man kann sogar eine Führung über den Brückenbogen machen. Es hat mich ja in den Fingern gejuckt das auch zu machen, aber die Warteschlange war ewig lang... (vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal)


Wer in Sydney ist, der kommt vermutlich auch nicht am Stadtviertel "The Rocks"vorbei, welches im Schatten der "Harbour Bridge" zu finden ist. Das Viertel war im Jahre 1788 Ausgangspunkt der ersten Kolonialisierung in Australien. Das Armenviertel mit Lagerhallen und dunklen Spelunken galt lange Zeit als Schandfleck der Stadt. Erst 1970 besann man sich und bewarte die historischen Gebäude vor dem Abriss. Mittlerweile wurden die Gebäude und Straßen restauriert. Heute ist das Viertel eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart.

Wir haben dann so ziemlich den gesamten Hafen einmal umrundet. Vorbei am berühmten "Bondi Beach", an dem die Hölle los war, bis zur Einfahrt in den Naturhafen von Sydney. Von den Felsen hat man einen wirklich tollen Blick.

Nachdem wir Sydney nun schon zu Lande erkundet hatten folgte noch eine Hafenrundfahrt, so dass man die Stadt und das Opernhaus noch aus der Wasserperspektive bewundern konnten. Zusammen mit ganz vielen kleinen und großen Segelbooten, die kreuz und quer durch den Hafen schippern.


Wer in Sydney ist und sich für die Unterwasserwelt interessiert, dem kann ich auch das "Sea Life Sydney Aquarium" in "Darling Harbour" empfehlen. Es ist wirklich sehr schön gemacht. Besonders die Unterwassertunnel, durch die man läuft fand ich toll.




Generell sollte man, wenn man vor hat nach Sydney zu fliegen/fahren, etwas mehr Zeit einplanen, denn es gibt hier jede Menge zu entdecken und diese ganz besondere Atmosphäre, die die Stadt ausstrahlt in sich aufzunehmen.


Aber auch rund um Sydney gibt es noch vieles zu entdecken. So führte uns ein Ausflug in die "Blue Mountains".

Erster Stopp war der "Featherdale Wildlife Park", wo man die einheimischen Tierarten hautnah erleben konnte. Wallabys hüpfen einem hier einfach über den Weg bzw. schauen in denen Tachsen nach, ob du nicht was essbares dabei hast ^^


Aber auch die anderen australientypischen Tiere waren hier vertreten.

Chillende Koalas:


Oder auch chillende Kängurus (im Hintergrund sieht man noch wie sich ein junger Emu an mich heranpirscht, der wollte auch nachsehen, ob da in der Tasche nicht was essbares ist):


Dann gab es sogar noch eine kleine Vorstellung. Eigentlich halte ich nicht viel von solchen "Kunststückchen" aber das war irgendwie beängstigend und faszinierend gleichzeitig. Wie sich dieser 6 m Koloss aus dem Wasser katapultiert hat. Der war so schnell, dass ich nur das erste und das letzte Bild machen konnte. Das in der Mitte ist von einer Mitreisenden, die genau den Moment fotografiert hat, der mir fehlt.


Natürlich gab es (typisch australisch eben) auch den ein oder anderen Wombat (links) und sogar einen Tasmanischen Teufel (rechts):


Schließlich ging es dann weiter in die "Blue Mountains". Diese Sektion der "Great Dividing Range" hat ihren Namen wegen des blauen Dunstes, den Millionen von Eukalyptusbäumen durch aufsteigende ätherische Öle im Sonnenlicht entstehen lassen.



Eines der berühmtesten Felsformationen in den "Blue Mountains" sind die "Three Sisters" - drei Felssäulen mit einer Höhe von 910 m. Den besten Blick hat man vom "Echo Point" aus auf die "Drei Schwestern"

Eine australische Trauimzeitlegende der Aborigines besagt, dass die drei Schwestern Meehni, Wimlah, und Gunnedoo hier mit ihrem Vater, Tyawan, einem Zauberdoktor, lebten. Nahebei wohnte auch der Bunyip, vor dem sie Angst hatten.
Eines Tages erschrak Meehni, als sie einen Tausenfüssler erblickte und warf nach diesem einen Stein, der aber über die Klippen rollte. Bunyip wachte auf und war verärgert; als er die Schwestern erblickte, ging er wütend auf sie los. Tyawan nahm seinen Zauberknochen und verwandelte die drei nahe beieinander stehenden Schwestern in drei Felstürme, um sie zu schützen.
Der Bunyip wandte sich nun gegen Tyawan, der sich selber in einen Leierschwanz verwandte und davonflog. Dabei verlor er seinen Zauberknochen, den er auch heute noch sucht; die drei Schwestern warten und hoffen, dass er ihn bald findet.

Leider mussten wir die Tour dann früher als erwartet abbrechen, da im Tal ein Bush-Brand ausgebrochen war, der sich mit großer Geschwindigkeit ausbreitete. Die Feuerwehr hat daraufhin alle Besucher evakuiert. In dem dichten brauen Rauch, war es garnicht so einfach den Bus wieder...

So ging es früher als geplant zurück nach Sydney. 


Die drei Tage in Sydney vergingen wie im Flug. Es gab einfach so viel zu entdecken und erleben und doch erwartet uns schon das nächste Highlight der Rundreise.

Am frühen morgen ging es wieder zum Flughafen und zu unserem Flug in der "Red Center". Zum Ayers Rock!

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